Dienstag, 18 Juni 2019

Geschichte - 1600-1900

 

1607

Im Wörgler Dorfbrief wird bestimmt, daß die Kamine jährlich zweimal visitiert werden müssen.

1817

In Österreich wird die Allgemeine Feuerordnung erlassen.

1836

Die für Wörgl schrecklichste und folgenschwerste Brandkatastrophe ereignete sich am 04. Juni 1836, als die Pfarrkirche und weitere fünf Häuser ein Opfer der Flammen wurden.

1851

28. August 1851 - 4 Häuser und 2 Scheunen sind abgebrannt. Von allen Gemeinden bis Kufstein kamen Hilfeleistende mit Spritzen. Dadurch konnte ein ausbreiten des Brandes verhindert werden. Eines der abgebrannten Gebäude war das Lammwirtshaus.

1854

Aufgrund der großen Brände der vergangenen Jahre entschlossen sich die beiden Wörgler Gemeinden zur Errichtung einer neuen Spritzhütte und zum Ankauf einer zweiten Feuerlöschspritze.

1855

Bau der neuen Spritzhütte und Ankauf der zweiten Feuerlöschspritze. Aus verschiedenen Aufzeichnungen ergibt sich die Gewißheit, daß die Spritzhütte (später Feuerwehrgerätehaus) immer am gleichen Ort stand, nämlich an der Ecke Bahnhofstraße-Augasse (heute Tourismusverband Wörgl).

1867

Eine folgenschwere Brandkatastrophe betraf das Bauerhaus "Egerndorf". Am 23. Mai 1867 brannte das Bauernhaus Egerndorf ab, wobei 7 Personen den Tod fanden.

1876

Der erste Bezirksfeuerwehrtag wurde am 01. Mai 1876 in Kufstein abgehalten. Obmann wurde Anton Karg aus Kufstein. Am 05. Oktober 1876 war es dann soweit, die Freiwillige Feuerwehr Wörgl wurde gegründet. Erster Obmann der FF Wörgl wurde Johann Auer (1. Kdt.), Schachtnerwirt und Vorsteher von Kufstein-Wörgl.

1878

Ankauf einer großen Embacher Schubleiter. Nach dem Ausscheiden von Johann Auer übernahm 1878 der Spieglwirt Michael Hauser (2. Kdt.) die Obmannstelle, Franz Hörhager stand ihm als Stellvertreter bei. Am 22. September 1878 fand der vierte Bezirksfeuerwehrtag in Wörgl statt.

1880

Die Gemeinde Wörgl beschloß den Ankauf eines Saugers.

1881

In Tirol wird per Gesetz eine Feuerpolizei- und Feuerwehr-Ordnung erlassen. Der Spieglwirt Michael Hauser legte die Obmann-Funktion zurück. Nach langem Sträuben ließ sich der Gradlwirt Anton Volland (3. Kdt.) zur Übernahme der Aufgabe bewegen, an seiner Seite stand Andrä Spitzenstätter als Stellvertreter.

1882

Wegen Zwistigkeiten kam es am 15. Juli 1882 zu einer außerordentlichen Feuerwehr-versammlung, wobei Anton Volland seine Obmann-Funktion zurücklegte. Neuer Obmann wurde Franz Hörhager (4. Kdt.), sein Stv. wurde sein Bruder Johann Hörhager.

1884

Franz Hörhager legt seine Obmann-Funktion zurück. An seiner Stelle trat Sebastian Hohenauer (5. Kdt.), sein Stellvertreter wurde Michael Hauser.

1885

aufnahmeshein-1885

Aufnahmescheine der FF Wörgl 1885

 

Der neue Obmann Sebastian Hohenauer wollte die aktive Mitarbeit mit ziemlich drakonischen Mitteln durchsetzen. Er führte Mitgliederbeiträge ein, zog sich damit aber die allgemeine Kritik und Ablehnung zu und sah sich zum Rücktritt veranlaßt. Im Jänner 1885 wurde wiederum Michael Hauser (6. Kdt.) Obmann, Franz Hörhager wurde sein Stellvertreter.

1886

Am 18. September 1886 wurde der 12. Bezirksfeuerwehrtag in Wörgl abgehalten. Die FF Wörgl feierte 1886 auch ihr 10jähriges Bestandsjubiläum

1887

Erst seit einigen Jahren im Aufbau begriffen, fiel am 08. Mai 1887 die Cellulosefabrik der Firma Darbley aus Paris einem Großbrand zum Opfer. Brand der Cellulosefabrik am 08. Mai 1887

1889

Man glaubt es kaum, aber es gab in Wörgl eine Feuerwehrmusikkapelle. Sie wurde 1889 gegründet. Sie setzte damit wohl den Bestand der Bürgermusik Wörgl fort, die sich 1885 wegen des Mangels an Musikanten aufgelöst hatte.

1893

Michael Hauser und Franz Hörhager tauschten ihre Funktionen: Franz Hörhager (7. Kdt.) wurde Obmann und Michael Hauser sein Stellvertreter.

1895

Michael Hauser trat krankheitshalber aus seiner Obmann-Stellvertreterfunktion zurück. Neuer Stellvertreter wurde Josef Steinbacher, Gastwirt "Neue Post".

1896

Das persönliche Einvernehmen der führenden Köpfe muß sehr gut gewesen sein, denn 1896 übernahm Josef Steinbacher (8. Kdt.) die Obmannstelle, Franz Hörhager unterstützte ihn als Stellvertreter. Höchstes Lob wurde der Wehr anläßlich des 20. Gründungsfestes, verbunden mit dem 21. Bezirksfeuerwehrtag am 30. August 1896 zuteil.

1898

Franz Hörhager (9. Kdt.) übernahm zum dritten Mal die Obmannstelle. Sein neuer Stv. hieß Josef Egger, Unterkrumbacherbauer. Am 10. August 1898 wurde der Ankauf einer Czermackspritze beschlossen. 1898 begann das Bemühen um die Hochdruckwasserleitung Formen anzunehmen.

 

 

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