Hauptübung: Brand im Seniorenheim

img 0089Der Herbst ist die Zeit der großen Feuerwehrübungen. So hielt die FF Wörgl am Wochenende ihre diesjährige Herbstübung in Zusammenarbeit mit der FF Bruckhäusl und dem Rettungsdienst Tirol (RK Wörgl / Kufstein, ASB sowie die SEG RK-Brixental) ab.

Unter den Zuschauern waren die Wörgler Bgmin. Hedi Wechner, Vbgmin. Evelin Treichl, Vbgm. Andreas Taxacher sowie mehrere Stadt- und Gemeinderäte zu finden. Vom Bezirkskommando beobachten Bezirkskommandant OBR Hannes Mayr und Abschnittskommandant ABI Erich Krail die Übung. Natürlich war unter den Beobachtern auch der Verwaltungsdirektor des Seniorenheimes Harald Ringer sowie Pflegedienstleiter Werner Massinger, die genau den Ablauf beobachteten da dieses Szenario nicht einfach vom Tisch zu wischen ist. Allen ist noch der Brand im August im Altenheim Hall in Erinnerung bei dem zwölf Personen teils schwer verletzt wurden, daher ist diese Übung ungemein wichtig.

Übungsobjekt war das Seniorenheim wobei die Aufgabenstellung enorm schwierig war. Galt doch als Übungsannahme ein Brand in einem Bewohnerzimmer im 4. Stock des Heimes wobei die Zimmertüre nicht verschlossen war und so dichter Rauch in den Gang gelang der sich auf einen Teil des 3. Stockes ausbreitete. Auf Grund dieser Tatsache mussten die Löscharbeiten und die Evakuierung des 4. Stockes sowie eines Teiles des 3. Stockes, vom Einsatzleiter der FF Wörgl Hubert Ziepl veranlasst wird. Zugleich bauten die Rettungskräfte im vorgelagerten Park ein Versorgungszelt auf in dem geborgene Personen vom Notarzt und den Rettungskräften versorgt werden konnten. Die Zusammenarbeit unter den verschiedenen Einsatzkräften war bei dieser Übung ein non plus ultra. Der Technikzug des Roten Kreuzes sorgte für das Versorgungszelt und die Umgebung mittels Aggregat für dementsprechende Ausleuchtung. Unterstützt wurden die Rettungskräfte auch von der SEG-Gruppe des Roten Kreuzes Brixental.

Die schwierige Aufgabe der Feuerwehren bestand neben der Löschung des Brandherdes im vierten Stock hauptsächlich darin die Heimbewohner zu evakuieren und dies möglichst schnell. Dies konnte aufgrund der starken Verrauchung nur mittels schwerem Atemschutzes erfolgen. Mehrere Personen mussten mittels des Hubsteigers aus dem vierten Stock „gerettet" werden und wurden am Boden dem Rettungs- und Notarztteam übergeben. Auch wurden mehrere Zubringerleitungen vom Wörgler Bach her gelegt.

Nach knapp einer Stunde konnte "Brand aus" gegeben werden, alle Bewohner konnten aus dem gefährdeten Bereich geborgen werden. Hervorragend auch, dass das Rote Kreuz eine Teestation aufbaute von der aus die evakuierten Heimbewohner aber auch die Einsatzmannschaften mit heißem Tee versorgt wurden.

Bei der abschließenden kurzen Übungskritik gab es von allen Seiten nur lobende Worte und gratulierten allen Einsatzeinheiten zur hervorragenden Arbeit. Auch hier wurde die Katastrophe von Hall nochmals angeschnitten und man will mit solchen Übungen für Eventualfälle gerüstet sein, auch wenn der reelle Einsatz anders ausschaut wie eine Übung. Aber eines kann eben nur bei Übungen trainiert werden und dies ist der Ablauf eines Einsatzes, hier können gewisse Standardmaßnahmen beübt werden, auch wenn man hofft dass ein solches Szenario nie eintreffen werde.

An der Großübung waren die Feuerwehren Wörgl und Bruckhäusl mit 12 Fahrzeugen und 90 Mann beteiltigt, der Rettungsdienst Tirol bestehend aus dem Roten Kreuz und dem Samariterbund war mit 10 Fahrzeugen und 38 Notall- Rettungssanitäter/Innen beim Übungsgeschehen eingesetzt.

Bericht: Wilhelm Maier (wma)

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